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Kuckucksuhrenorgel

 

 

Schwetzingen Großer Garten - erste Version mit Lautsprechern ohne Pfeifen

Hannover Herrenhäuser Gärten

Schweiz Chäserrugg

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Schweiz Chäserrugg 2017   Foto 805   Download

Schweiz Chäserrugg 2017   Foto 58   Download

Brno Planetarium 2018    Foto 609      Download

 

 


UA Lautsprechervariante 2007
in Schwetzingen. Kurator: Roland Quitt Auftrag: Mannheimer Nationaltheater

UA Orgelpfeifenvariante 2017
in Schwerte. Kurator: Andreas Fröhling
Auftrag: ev. Kirche Westfalen

 

 

 

The Cuckoo Clock Organ

Kuckucke aller Länder vereinigt euch zu einem Lied

Die Kuckucksuhr bedient sich einer Vogelstimme zur Zeitansage. Zwei Töne des Kuckucks im Intervall einer kleinen Terz ertönen in der ursprünglicher Konstruktion mit Hilfe von Blasbälgen und Orgelpfeifen.

Die Kuckucksuhr mit ihren Verzierungen und bunten Schmuckelementen verbindet sich oft mit dem Bild eines Kitschobjektes. Im weitesten Sinne ist sie aber auch ein Klangobjekt mit eben diesen beiden Tönen.

In den 90er Jahren erhielt ich den Auftrag, für ein Theaterstück eine Kuckucksuhr zu entwerfen, die auf jeglichen Schmuck verzichten sollte. Die Bühnenkulisse stellte ein heruntergekommenes Wirtshaus in der Nachwendezeit dar. Die Uhr selbst sollte trostlos und trotzdem humorvoll wirken. So hielt sich der Kuckuck nie an irgendwelche Zeiten. Er öffnete seine Tür völlig zeitlos, schaute in der Gegend herum, ohne auf die vollen Stunden zu achten. Dann sang er auch nur, wenn er Lust hatte. Oft hustete er auch bloß oder gähnte vor sich hin. Dann wieder sang er irgendetwas, probierte andere Töne aus oder schaute einfach nur stumm dem Bühnengeschehen zu.

2007 baute ich für das Mozartfest in Schwetzingen mein erstes Kuckucksuhrenorchester.

Nach dem Motto "Kuckucke aller Länder vereinigt euch zu einem Lied" forschte ich nach Unterschieden in den Tonhöhen des Kuckucks in verschiedenen Regionen. In der Annahme, dass man die Kuckucke finden könnte, die man braucht, um Lieder zu spielen, vernetzte ich fünf (später sechs) elektronisch gesteuerte Kuckucksuhren mit je zwei andern Tönen. Die Vögel müssen sich nun „absprechen“, wann welche Tür zu öffnen und welcher Ton zu singen ist. Die Zeit wird immer nebensächlicher, nun geht es um den Klang, um das Lied.

Während das erste Kuckucksuhrenorchester aus elektronisch erzeugten Tönen bestand, wird mit der Kuckucksuhrenorgel der Ton auf akustische Weise mit Hilfe von Orgelpfeifen erzeugt. Um dem Ensemble den Charakter eines Instrumentes zu geben und um die Tonerzeugung sichtbar zu machen, sind die Orgelpfeifen nicht versteckt in der Uhr untergebracht, sondern außen am Gehäuse montiert.
Die Steuerung der Türen und Töne erfolgt elektronisch. So lassen sich ähnlich eines Orchestrions automatisch Musikstücke abspielen. Ein ausgeklügeltes Arrangement schafft trotz beschränkter Anzahl von Tönen, ein musikalisch ausgewogenes Klangbild. Jede Melodiebewegung, jeder Akkord kann nachvollzogen werden. Aufgrund der abwechslungsreichen Türaktionen entsteht eine amüsante Geschäftigkeit der Kuckucke. Die musikalische Aktion wird so mit viel Witz und Humor auch zu einem theatralischen Erlebnis. Verstärkt wird dies auch noch durch Nebengeräusche und Lautäußerungen, die ab und zu ertönen.

Die Kuckucke singen Stücke von Beethoven, Mozart, Schumann u.a. und können auch eigens für das Orchester komponierte Stücke aufführen. Meistens wird zu jedem neuen Gastspiel ein neues Stück eingeübt.

 

 

geschützt beim Patentamt München

Cuckoos of all countries, unite to sing a song!

The cuckoo clock uses a bird's voice to announce the time. Each clock plays two sounds which form the distinctive interval of a minor third using bellows and organ pipes.

Originally the cuckoo clock with its ornaments and colorful decorative elements often stands for a typical kitsch object. However, at the same time it is also a sound object in the broadest sense with its two inherent tones.

In the 1990s, I was commissioned to design a cuckoo clock for a theater play. That clock was supposed to have a lack of  any ornaments but should have a plain appearance. So it fits in the theater play's setting which represented a sleazy pub during the aftermath of the German reunification.

The clock was supposed to appear in a ambiguous manner, bleak and yet humorous.

So the cuckoo never was on time. He opened his door randomly, looking around, ignoring the full hours. He sang only when he was in the mood for it. He also often just coughed or yawned. Then he sang something again, tried out other sounds, or simply watched the action on the stage silently.

In 2007 I built my first cuckoo clock orchestra for the Mozart Festival in Schwetzingen.

According to the slogan "Cuckoos of all countries, unite to sing a song!" I was searching for differences in the pitch of the cuckoo's voices in different regions. Assuming that one could find the cuckoos you need to play a song, I connected five (and later six) electronically controlled cuckoo clocks. Every clock's set of two tones differed from each other.

Thus the birds suddenly had to "arrange" at what time which door was supposed to open and what sound was supposed to sing. Time was becoming less important, but suddenly the sound and the song increasingly did matter.

While the former cuckoo clock orchestra used electronically generated sounds, this new cuckoo clock organ produces the sounds acoustically through the organ pipes. For me it is important that   the cuckoo clocks rather appear as an instrument and that the sounds they produce become visible for the viewer. Because of this the organ pipes are not hidden but mounted outside at the clock.

The doors and  the timing of sounds are controlled electronically. Thus, it is possible to play music pieces automatically which is similar to an orchestrion. Despite the limited number of tones, a sophisticated arrangement of it can create a rich sound characteristic. Every melodic movement, every chord can be understood. Due to the cuckoo's necessity to constantly open and close their doors  they develop an amusing bustle. Therefore the musical action becomes also a humorous theatrical experience. This is further reinforced by background noises and vocalizations which will sound from time to time.

You will hear several classical pieces as well as own creations especially composed for this unique orchestra.